Die DOC Serrapetrona ist eine Herkunftsbezeichnung in den Marken. Sie wurde mit dem Dekret vom 18. August 2004 anerkannt, als die alte DOC Vernaccia di Serrapetrona zur DOCG wurde. Sie ist klein: etwa 14 Hektar bei einer Produktion von 415 Hektolitern. Die Trauben stammen aus der Gemeinde Serrapetrona und aus Teilen der Gemeinden Belforte del Chienti und San Severino Marche.
Die Geschichte der Vernaccia Nera
Ein erster Hinweis auf die Rebe stammt schon aus dem Jahr 1132, als im Gemeindewappen des Ortes ein Rebstock mit Trauben abgebildet wurde; die Weinerzeugung in Serrapetrona lässt sich auf das fünfzehnte Jahrhundert datieren. Im Jahr 1562 war der Weinbau im Gebiet von Camerino weit entwickelt, vor allem in Borgiano und Castel San Venanzo, heute Ortsteile von Serrapetrona. 1876 schrieb das «Bollettino Ampelografico» des Landwirtschaftsministeriums, die Vernaccia sei «zur ersten der farbigen Trauben für ausgezeichnete Tischweine erklärt worden». Dennoch ging die Erzeugung zurück, und 1893 war sie so gering, dass die Rebsorte als ausgestorben galt.
Der Rosso
Die DOC hat einen einzigen Wein, den Rosso, aus mindestens 85 % Vernaccia Nera. Er reift mindestens zehn Monate und kommt ab dem 1. Oktober des Jahres nach der Lese in den Verkauf. Der Mindestalkohol beträgt 12 %.
