ROTWEINE
  • 15. AUGUST 2026
  • 2 min
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Cinque Autoctoni, der Süden in einer Flasche

Das Weingut Farnese ist ein junges Unternehmen, das in Abruzzo gegründet wurde. In wenigen Jahren wächst das Unternehmen rasch und gibt dem Gruppo Farnese Vini das Leben, das die Weinberge über das gesamte süditalienische Gebiet ausdehnt, insbesondere auch in Puglia, Campania, Basilicata ...

Giordano Nanni

von Giordano Nanni
Erfahrener Sommelier

Cinque Autoctoni, der Süden in einer Flasche

Das Weingut Farnese ist ein junges Unternehmen, das in Abruzzo gegründet wurde. In wenigen Jahren wächst das Unternehmen rasch und gibt dem Gruppo Farnese Vini das Leben, das die Weinberge über das gesamte süditalienische Gebiet ausdehnt, insbesondere auch in Puglia, Campania, Basilicata und Sicilia.

Daraus entstand die Idee, in einer einzigen Flasche den vollständigen Ausdruck der bedeutendsten autochthonen Rebsorten Süditaliens zu vereinen. So entstand die „Edizione Cinque Autoctoni", produziert aus einer Assemblage autochthoner Trauben, im Einzelnen: Montepulciano 33%, Primitivo 30%, Sangiovese 25%, Negroamaro 7%, Malvasia Nera 5%.

Ein Wagnis vielleicht?

Auf den ersten Blick vielleicht schon, zumindest war das die Meinung einiger Branchenexperten, die etwas skeptisch schienen.
Viele mussten jedoch ihre Meinung revidieren – widerlegt und sogleich zum Schweigen gebracht nach der Verkostung.

Was die Verkostung betrifft, konnte ich nicht widerstehen und entschied mich, diesen sehr gesuchten Jahrgang 2011 dem Urteil meines Gaumens zu unterziehen.

Beim Einschenken ins Glas erkennt man sofort, dass wir es mit einem „kraftvollen" Wein zu tun haben, was durch die Dominanz der beiden Rebsorten Montepulciano und Primitivo bedingt ist. Die Farbe ist tiefes Rubinrot, intensiv, was darauf hindeutet, dass er wahrscheinlich keine Filtration durchlaufen hat.
Hält man das Glas an die Nase, fallen sofort die vielfältigen olfaktorischen Facetten auf: intensiv fruchtig, mit deutlichen roten Früchten, insbesondere Brombeere, Kirsche, Pflaume – dann kommen nach und nach auch tertiäre Aromen zum Vorschein, die auf die Barrique-Reifung zurückzuführen sind: Zimt und Kakao sind die am leichtesten erkennbaren, am Abgang auch eine leichte pflanzliche Note von Kräutern.
Am Gaumen spürt man die gesamte Wärme, die durch den Alkoholgehalt von 14% bedingt ist, dennoch ausgewogen zwischen guter Weichheit und Frische sowie einer Würzigkeit aufgrund einer leichten Mineralität. Tannisch ja, aber mit weichen Tanninen, die durch die Reifung im amerikanischen Barrique abgemildert wurden.
Am Gaumen finden sich Aromen reifer roter Früchte und Konfitüre, mit würzigen, im Abgang gerösteten Noten.
Zweifellos ein feiner, körperreicher Wein, der auch in jungen Jahren trinkreif ist.

Es ist ein Meditationswein, der bei einer Temperatur von 16/18 °C hervorragend zu ebenso strukturierten und gehaltreichen Speisen passt: rotes Fleisch, Wild, gereifte Käse.

Bis zur nächsten Verkostung...




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