Das heutige Rezept wurde aus einem Restaurant „entwendet", in das ich regelmäßig zum Essen gehe, besonders für Geschäftsessen.
An einem Abend, nach einem der üblichen arbeitsreichen Tage, erheitert ein Telefonanruf die Freizeit: Angelo, ein Universitätsfreund, den ich durch einen reinen Zufall letztes Jahr wiedergefunden hatte – und dabei feststellte, dass uns nach Jahren der Trennung das Schicksal wieder zusammengeführt hatte, indem es uns in dieselbe Stadt verschlug!
„Zusammen auf einen Aperitivo?" Perfekt!
Wegen meiner Verspätung entscheidet Angelo, dass es besser wäre, zu Abend zu essen, als nur einen Aperitivo zu trinken!
Ok! Abgemacht! Ein paar Schritte und wir sind bei Giampaolo!
Wir machen beide gerade Diät, daher fällt die Wahl auf die Insalatone, sehr reichhaltige Salate, die dieses schlichte, aber elegante Restaurant in fußläufiger Entfernung anbietet.
Meine Wahl fällt auf „L'innamorata":
- Insalata Iceberg
- Lattuga
- Radicchio
- 2 Scheiben gegrillte Hähnchenbrust, zerkleinert (alternativ können Sie Hähnchenkoteletts verwenden)
- Parmesanspäne
- 2 Thunfischfilets (insgesamt ca. 200 Gramm)
- 4/5 Datteltomaten
- 25 Gramm Mais
- Ein paar Rucola-Blättchen
- 1 Karotte, Julienne-geschnitten
- Öl, Salz, Balsamico-Glasur
Liebe auf den ersten Blick für diesen Salat, ideal für den Sommer.
Beim Wein hingegen gibt es etwas Schwierigkeiten!
Die Auswahl ist groß, aber am Ende entscheide ich mich für Rampone, einen Fiano Minutolo der Cantina I Pastini di Martina Franca in der Provinz Taranto.
Hier ist eine Klarstellung nötig: der Minutolo ist nicht der Fiano di Avellino, und ähnelt ihm auch nicht!
Es handelt sich um eine völlig andere und sehr aromatische Rebsorte – jemand aus meinem Bekanntenkreis hat ihn als den Gewurztraminer des Südens bezeichnet; ich halte ihn für weniger aufdringlich in der Nase und eleganter!
Eine wenig bekannte Rebsorte, die erst seit wenigen Jahren wiederentdeckt wurde.
„Tut uns leid, den haben wir nicht!"
Gut, dann nehmen wir einen Riesling!
„Ausverkauft, leider. Darf ich Ihnen einen Fiano di Avellino Mastroberardino vorschlagen?"
Offensichtlich kannte der Kellner den Unterschied zum Fiano Minutolo nicht!
Angelo schlägt eine Ribolla Gialla vor, ich kontere mit einem Gewurztraminer, passend zum oben genannten Vergleich!
Unter den verschiedenen Weingütern wähle ich Falkestein di Franz Pratzner.
Das Trentiner Klima, die Hanglagen, die hohe Pflanzdichte und die Verwendung von Akazienholz verleihen den Weinen des Gutes Komplexität und Eleganz.
Die rund 14 Grad in Verbindung mit den kräftigen und vielfältigen Aromen machen ihn zu einem Spitzenreiter: dem absoluten Protagonisten unseres Abendessens!
Tiefes, leuchtendes Strohgelb, entfaltet er sehr intensive und zugleich elegante Aromen: Rose, balsamische Noten, Kräuter und Rosenduft.
Mit geschlossenen Augen fühle ich mich wie bei einem frühmorgendlichen Spaziergang durch grüne Hügel, wo sich unterschiedliche Düfte und Aromen harmonisch ablösen wie bei einem Staffellauf.
Am Gaumen kraftvoll, fähig, den Wein zu tragen, würzig und mineralisch, mit einer Aromenexplosion, die nicht nur kräftig und klar ist, sondern den Mund für eine beträchtliche Anzahl von Sekunden berauscht hinterlässt.
Ein schöner Abend mit einem Freund, ein leichtes aber schmackhaftes Essen und ein guter Wein – man muss einfach dem Schicksal dankbar sein!





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