Die Maison Vigneronne Frères Grosjean liegt in Ollignan und erstreckt sich über 10 Hektar, die vollständig dem biologischen Anbau gewidmet sind. Sie wurde Ende der sechziger Jahre durch die Initiative von Dauphin gegründet und wird heute von seinen 5 Söhnen geleitet, darunter Vincent, der Önologe.
Die Rebsorten, alle nach dem Guyot-System kultiviert, sind Petit Rouge, Gamay, Pinot Noir, Petite Arvine, Cornalin, Prëmetta, Vuillermin und der Fumin, aus dem der Vallee D'Aoste DOC 2011 gewonnen wird, dessen Verkostungsnotizen wir Ihnen vorstellen.
Autochthone Rebsorte des Aostatals, der Fumin hat eine verhältnismäßig junge Geschichte; die erste Erfassung geht auf das Jahr 1838 zurück, als der Ampelograph Lorenzo Gatta ihn im mittleren und oberen Tal identifizierte, wo er stark verbreitet war, vor allem an den Nordhängen.
Der Name leitet sich vom rauchigen Duft ab, der den daraus gewonnenen Wein kennzeichnet. Seine Trauben sind mittelgroß, die Beeren klein mit dicker Schale von matt-blauer Farbe. Ursprünglich wurde er verwendet, um weniger strukturierten Weinen Farbe und Säure zu verleihen, heute wird er auch sortenrein vinifiziert.
Man erhält daraus sehr farbintensive und lebhafte Weine mit ganz besonderen, nie banalen Aromen und hervorragendem Reifepotenzial.
Im Aussehen präsentiert er sich sehr ansprechend, mit einem sehr intensiven Purpur mit stark ausgeprägten violetten Reflexen, durch die das Licht kaum hindurchdringt, dennoch sehr leuchtend und absolut klar.
Im ruhigen Glas offenbart er eine Nase von kleinen roten Früchten wie mazerierte Brombeeren und Himbeeren sowie geröstete Noten von Kaffee und Ruß, typisch für diese Rebsorte. Letztere treten nach dem Belüften noch deutlicher hervor.
Am Gaumen zeigt er sich fein, mit einem kräftigen, aber sehr eleganten Tannin, und spiegelt das wider, was die Nase bereits verraten hat. Der Geschmack ist sehr elegant und anhaltend, und der geröstete Abgang von Kaffee, Kakao und bitterer Mandel ist sehr angenehm.





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