Verona ist, wie jedes Jahr, zur Hauptstadt des Weins geworden – und das nicht nur für Italien.
Dies geschah nicht nur aufgrund der Anwesenheit der höchsten Staatsvertreter beim Vinitaly, vom Staatspräsidenten Sergio Mattarella – der die Veranstaltung am Sonntag, den 10. April eröffnete – bis hin zum Ministerpräsidenten Matteo Renzi. Vor allem aber wegen der in diesem Jahr erreichten Zahlen sowie der Qualität der teilnehmenden Fachbesucher.
Der Salon 2016, der die 50. Ausgabe darstellte, übertraf den Rekord von 100.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Diese Zahl macht Vinitaly zur weltweit führenden Messe nach Fläche, mit über 4.100 Ausstellern aus mehr als 30 Ländern. Insgesamt 130.000 Fachbesucher besuchten das Vinitaly. Diese Zahlen spiegeln ein Wachstum sowohl bei der Anzahl der Einkäufer als auch bei den abgeschlossenen Geschäften wider.
Von der Gesamtzahl der Messebesucher waren 50.000 aus dem Ausland (40% der Gesamtzahl), aus rund 140 Ländern. 28.000 akkreditierte „Top-Buyer" wurden gezählt, ein Anstieg von 23% gegenüber der Ausgabe des Vorjahres. An den ersten Stellen finden wir die USA (+25%), Deutschland (+11%), Großbritannien (+18%), Frankreich (+29%), Kanada (+30%), China (+130%), Japan (+21%), die nordeuropäischen Länder (+8%), die Niederlande (+24%) und Russland (+18%).
Unter den namhaften Anwesenheiten muss Jack Ma erwähnt werden, der chinesische Milliardär, der mit seinem Verkaufsportal Alibaba auf eine geschäftliche Wiederentdeckung der chinesischen Route hoffen lässt. Der Geschäftsmann hat zuletzt 25 Millionen Flaschen gekauft, von denen nur 6% der weiterverkauften italienische sind. Offenbar besteht die Absicht, diesen Prozentsatz erheblich zu steigern und auf bis zu 60% der Gesamtmenge zu erhöhen. (Alibaba ist der einzige echte Konkurrent von Amazon, über dessen jüngste Aktivitäten wir Ihnen kürzlich berichtet haben: Amazon und seine Revolution in der Weinbranche.)
Insgesamt scheinen dies sehr positive Zeichen für ein Ereignis von weltweiter Bedeutung zu sein, dessen volle Auswirkungen jedoch in jedem Fall erst in den kommenden Monaten spürbar werden dürften.




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